Spiel doch mal Clash Royale!

Clash Royale

Wieviel Werbeblöcke ich auf YouTube & Co. ignoriert oder weggeklickt habe, weiß ich nicht mehr. Aber Clash Royale war oft dabei und ich habe mir immer gedacht: So ein Nonsense. Bestimmt so ein Klickerspiel wie Plants vs. Zombies oder Candy Crush. Bis FC Stoffel mich auf die Idee gebracht hat, dass Spiel mal auszuprobieren…

Ich komme also zehn Jahre später zur Party. Aber ich muss schon sagen, dass Clash Royale ein exzellent gemachtes casual game mit absolutem Suchtfaktor ist. Clash Royale ist pfiffig konstruiert: Du verstehst es schnell und legst los ohne nachzudenken.

Archon, erinnert sich noch jemand?

Ein wenig erinnert mich Clash Royale an einen alten Klassiker: Archon auf dem C64 . Wobei es trotzdem zahlreiche große Unterschiede gibt. Ähnlich jedoch ist die Idee Figuren mit unterschiedlichen Eigenschaften auf einer Art Schachbrett auf einander einkloppen zu lassen. Bei Archon kämpft man dann selbst. Clash Royale lebt dahingegen vollkommen die heutige Tradition der Tower Defense Games .

Was mir persönlich gut gefällt, sind die aufwändig und liebevoll gestalteten Bretter bzw. Welten, die als Tapete dienen. Auch die comic-artigen Figuren bewegen sich detailreich über das Brett und hinterlassen auch mal für kurze Zeit ihre Waffen auf dem Spielbrett.

Die Sound-Effekte und dummen Sprüche der Charaktere, die man in die Schlacht schickt, sind ebenfalls witzig. Damit bekommt das Spiel einen albernen Slapstick-Charakter, der mich amüsiert. Mein aktueller Favorit ist Bowler, ein blauer dumpfer Troll, der eine dicke Felskugel nach der anderen in Richtung seiner Gegner rollt.

Ausgewogene Spielemechanik

Warum das eigentlich stumpfe Spiel so ein Spaß macht, liegt außerdem an der Spielemechanik. Man setzt sich sein eigenes Figurenkabinett für die Schlachten zusammen und wechselt bei Bedarf schnell zwischen drei verschiedenen Decks. Die Kunst – wie bei Brettspielen auch – besteht darin, eine ausgewogene Mischung aus Spielfiguren zusammenzustellen.

So ist mein aktuelle Lieblingfigur, der blaue Bowler, z.B. sehr gemütlich unterwegs. Auch wehrt er sich nicht gegen Angreifer aus der Luft. Dafür rollt er jedoch gerne seine mächtige Bowlingkugel gleich über mehrere Gegenspieler. Gleichzeit schiebt die Kugel die die Überlebenden ein wenig zurück und wir rollen gleich die nächste hinterher. Bei Bowler frage ich mich nur, woher er die ganzen Kugeln nimmt…

Clash Royale Kartenset

Und diese zahlreichen Variationen erhalten den Spielspaß: herauszufinden, wer was gut kann und dem Gegner im Echtzeitspiel dann die meisten Punkte raubt. Denn das ist das Feine: Wir spielen gegen andere Menschen und nicht gegen den Computer. So hat man immer das Gefühl, dass es vielleicht einen taktisch schlechteren Gegner gibt, wenn man gerade mal wieder in den Boden gestampft wurde.

Zum Schluss schließe ich mich einfach noch Stoffels Kommentar an. Vor der Installation ahnte ich es ja bereits, weil ich es nur allzugut von mir selbst kenne.

Nach drei verlorenen Spielen einfach mal eine Pause machen. Oder nach fünf. Oder sieben. Spätestens wenn es Abendessen gibt. – FC Stoffel